Innenreinigung

 

Innenreinigung:

 

 

Erstmal zum grundsätzlichen, alles was im Haushalt gut funktioniert, funktioniert auch am oder im Auto. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass manchmal weniger mehr ist, die ganzen Sprays, die einem von der Werbung empfohlen werden oder die im Zubehör empfohlen werden, braucht kein Mensch. Zur Reinigung langt ein Mikrofasertuch, Meister Propper und/ oder Fensterreiniger.

Polsterreiniger, Cockpitspray und der Gleichen braucht man nicht, das ist herausgeworfenes Geld!

Was viele falsch machen, der Dreck wird einfach mit Cockpitspray übergesprüht bzw. abgewischt. Das wird dann nicht sauber, sondern schmierig und das Cockpit glänzt wie eine Speckschwarte. Das ist nicht schön, sauber ist etwas anderes. Gleiches gilt für die Reinigung der Polster mit Polsterreiniger oder Rasierschaum.

Es langt, wenn man den kompletten Innenraum feucht mit dem Tornado, den erkläre ich in einem anderen Beitrag, und einem Mikrofasertuch reinigt. Wer über keinen verfügt, kann das Ganze auch mit Pinsel und Staubsauger und anschließend mit einem feuchten Mikrofasertuch reinigen, das ist „alte Schule“, das machen viele Aufbereiter immer noch so. Bei stark verdreckten Sitzschienen ist diese Vorgehensweise manchmal unerlässlich, das kriegt dann selbst der Tornado nicht „geregelt“.

 

Wie gehe ich vor: Vorweg, alles raus aus dem Auto, den Kofferraum nicht vergessen!

 

Die Fußmatten kann man herrlich mit dem Tornado und einem Mikrofasertuch reinigen. Die Fasern richten sich schön wieder auf. Man kann auch die Fußmatten mit dem Dampfstrahler ausdampfen, das geht auch prima, und zwar so lange bis nur noch klares Wasser aus den Fasern kommt, oder ganz einfach: ab damit in die Waschmaschine. Allerdings dauert es eine Zeit, bis die Fußmatten wieder trocken sind

Die Fußmatten sehen anschließend aus wie neu!

Tipp: alte, abgerockte Fußmatten sprüht man komplett mit mattschwarzer Farbe über, ihr werdet euch über das Ergebnis wundern. Gummimatten werden schön mit Reiniger und einer Wurzelbürste gereinigt.

 

Man geht systematisch vor, d.h. von links nach rechts, von oben nach unten, um Doppelarbeit zu vermeiden. Und es wird erst gesaugt, feucht gewischt (Tornado) und erst dann wird gepflegt.

 

Nach dem Staubsaugen wird die Bodenmatte feucht gereinigt, entweder mit dem Tornado oder mit einem feuchten Mikrofasertuch, hierfür braucht man keine Spezialreiniger, Meister Propper langt.

Anschließend wird die Bodenmatte mit PlastStar gepflegt, es zieht in den Kunststoff und trocknet seidenmatt. Sie sieht anschließend aus wie neu. Selbiges kann man mit allen Kunststoffteilen im Innenraum machen, hierbei wird jedoch nur ein „Hauch“ vom Pflegemittel benutzt, gerade im Bereich des Armaturenbrettes. Hier ist manchmal weniger mehr!

Stark beanspruchte Kunststoffteile (Einstiege, Lautsprecherverkleidungen pp.) werden satt mit Shinning oder PlastStar „eingeschmiert“, bei stark ausgeblichenem Kunststoff kann es erforderlich sein, dieses mehrfach zu wiederholen, bis das Plastik wieder schön aussieht. Nachschwärzen der Teile mit Spezialmitteln, die es im Zubehör zu kaufen gibt, ist nicht erforderlich, das hat sich auch nicht bewährt!

Die Farbblenden, die lackierten Türinnenseiten, Holme und die Türkanten werden mit einem Mikrofasertuch und ein wenig Politur wieder auf Hochglanz gebracht, ggf. müssen Kratzer vorher mit etwas Schleifpaste entfernt werden.

 

Sitzreinigung:

 

Ledersitze – nachdem die Sitze gründlich abgesagt wurden, dabei die Ritzen nicht vergessen, werden sie mit einem feuchten Mikrofasertuch oder mit dem Tornado gereinigt. Lederseife oder einen speziellen Lederreiniger braucht man nicht. Es sei denn, sie sind richtig speckig, dann kann man sie mit einer leichten Spüli-Mischung abwischen.

Fehlstellen werden mit Leder-Lock aufgearbeitet (siehe Lederlenkrad) und anschließend mit einer Lederpflege , ich benutze seid Jahren Ledanol von Normfest, das riecht herrlich nach Ledersofa, eingerieben. Selbiges kann für alle Lederteile im Innenraum angewendet werden.

 

Stoffsitze: nach dem die Sitze gründlich abgesaugt wurden, werden sie mit dem Tornado gereinigt. Bei leicht angeschmutzten Sitzen langt häufig die Reinigung mit Pressluft. Flecken kann man mit dem Tornado feucht entfernen, hierbei muss man darauf achten, dass die gesamte Polsterfläche (leicht) feucht gemacht wird, ansonsten ist zwar dann der Fleck weg, aber man hat dann hässliche Wasserflecken. Wer keinen Tornado hat, kann das Ganze mit Fensterreiniger und einem Mikrofasertuch durchführen, auch hier ist zu beachten, dass die Polsterfläche komplett angefeuchtet wird. Man wird sich wundern, was diese Art der Reinigung schon bringt.

Bei stärker verschmutzen Sitzen mit Spark/ Schimmelbildung kommt man um das shampoonieren nicht herum. Man kann sich in einschlägigen Teppichgeschäften für kleines Geld einen Nasssauger ausleihen, Auch hier immer darauf achten, dass die komplette Polsterung feucht ist!

 

 

Und wenn man grade dabei ist, kann man gleich das Verdeck mit shampoonieren.

Wenn kein Shampooniergerät zur Hand ist, kann man die Sitze schön mit einer leichten Lauge aus Meister Propper, Spüli oder einem Feinwaschmittel und einem Hara-Lappen reinigen, und dann ab zur Tankstelle … absaugen.

An einem warmen Sommertag sind die feuchten Sitze schnell abgetrocknet.

 

Die Scheiben und das Kombiintrument werden mit normalem Fensterreiniger, der auch im Haushalt Verwendung findet, und zwei Mikrofasertüchern gereinigt, einen speziellen Fensterreiniger benötigt man nicht. Mit dem einen Mikrofasertuch wird vorgereinigt mit dem anderen nachgewischt. Man wird sich wundern, was für ein Dreck sich gerade an der Frontscheibe befindet. Mit etwas Übung sind dann die Scheiben auch bei Sonnenschein streifenfrei sauber.

Manchmal ist es erforderlich, dass die Frontscheibe mit einer speziellen Glaspolitur poliert werden muss, um hartnäckige Silikonreste oder andere Verschmutzungen zu entfernen. Die Politur kann von Hand oder mit der Maschine verarbeitet werden.

 

Habe ich etwas vergessen?

War der Deckel von der Mittelkonsole hoch? Die Verdeckmechanikdeckel? Aschenbecher? An den Filz von der Handbremse gedacht? Was ist mit der Pedalerie? Sicherheitsgurte abgerollt? Diese kann man dann gleich noch mit Silikonspray einsprühen, damit sie sich leichter aufrollen. Handschufach sauber? Filz im Verdeckkasten gereinigt? Wirklich alle Gummidichtungen geschmiert? Nach einer Behandlung mit PlastStar oder Shinning sind sie wieder schön geschmeidig, in Hartnäckigen Fällen nimmt man ATE-Bremsenpaste, das geht herrlich! Sitzschienen? Lüftungsklappen auf und zu?

Luftdruck Reserverad? Werkzeug vollzählig? Verbandskasten und Warndreieck?

 

Wie man sieht, sind doch eine Menge an Schritten für einen gepflegten Innenraum nötig. Auch hier ergeben viele Details ein Ganzes.

Viel Spaß beim „sauber machen“!

 

Gruß Jockel

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